Wenn ihr im Religionsunterricht über Jesus sprecht, geht es oft auch um Texte aus der Bibel. Manche erzählen Geschichten, andere geben Rat oder machen Menschen Hoffnung. Diese Texte stammen aus der Zeit der ersten christlichen Gruppen.
Was du hier findest
- Du kannst erklären, was das Neue Testament ist.
- Du kennst seine wichtigsten Textsorten.
- Du weißt, warum die Texte für Christinnen und Christen bedeutsam sind.
Eine Sammlung über Jesus und die ersten Christen
Das Neue Testament ist eine Sammlung von 27 Schriften. Es gehört zur christlichen Bibel und handelt von Jesus, seinen Anhängerinnen und Anhängern sowie den ersten christlichen Gemeinden.
Testament bedeutet hier nicht ein Schriftstück über ein Erbe. Es geht um einen Bund, also um eine besondere Beziehung zwischen Gott und Menschen.
Die christliche Bibel enthält außerdem das Alte Testament. Das ist eine christliche Bezeichnung. Die jüdische heilige Schrift heißt Tanach und ist nicht bloß ein erster Teil, der durch das Neue Testament ersetzt würde. Jesus war Jude und lebte in der jüdischen Tradition.
Du suchst eine Erzählung über Jesu Geburt oder seine Begegnung mit Menschen. Dann schaust du im Neuen Testament nach. Geschichten über Abraham, Mose oder David stehen im Alten Testament.
Das Neue Testament ist kein einzelnes Buch. Es vereint 27 unterschiedliche Schriften.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Jesus und seine Botschaft
Im Mittelpunkt steht Jesus von Nazaret. Die Texte berichten von seinen Worten und Taten, von seinem Tod und von der Hoffnung seiner Anhängerinnen und Anhänger.
Christus ist die griechische Übersetzung von Messias und bedeutet Gesalbter. Christinnen und Christen glauben, dass Jesus der Christus ist.
Auferstehung bedeutet im christlichen Glauben: Gott hat Jesus nicht im Tod gelassen, sondern ihm neues Leben geschenkt.
Jesus erzählt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Ein Mann hilft einem Verletzten, obwohl andere Menschen vorher vorbeigehen. Die Geschichte regt dazu an, über Hilfe und Mitgefühl nachzudenken.
Die Texte berichten nicht nur von Ereignissen. Sie fragen auch: Wie können Menschen nach Jesu Botschaft leben?
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Vier Erzählungen aus verschiedenen Blickwinkeln
Ein Evangelium ist eine schriftliche Erzählung von Jesus und seiner Botschaft. Das Wort bedeutet gute Nachricht. Im Neuen Testament stehen vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.
Sie erzählen alle von Jesus, setzen aber verschiedene Schwerpunkte. Darum gleichen sich manche Geschichten, während andere nur in einem Evangelium vorkommen.
In den Evangelien liest du von Jesu Taufe, seinen Begegnungen mit Menschen, seinem Leiden und seinem Tod. Auch Erzählungen von der Auferstehung gehören dazu.
Die vier Evangelien sind keine gleichen Abschriften. Sie zeigen Jesus aus verschiedenen Blickwinkeln.
Interaktiver Lückentext wird geladen ...
Wie die Botschaft weitergegeben wurde
Nach den Evangelien folgt die Apostelgeschichte. Sie berichtet, wie sich die christliche Bewegung nach Jesu Tod ausbreitete und wie erste Gemeinden entstanden.
Apostel bedeutet Gesandter. Apostel waren wichtige Zeugen und Gesandte der frühen christlichen Bewegung.
Eine Gemeinde ist eine Gruppe von Christinnen und Christen, die ihren Glauben gemeinsam leben. Viele weitere Schriften des Neuen Testaments sind Briefe an solche Gemeinden oder an einzelne Menschen. Sie greifen Fragen des Glaubens und des Zusammenlebens auf.
Paulus schrieb Briefe an Gemeinden in Städten wie Korinth oder Rom. Darin geht es zum Beispiel um Streit, Zusammenhalt und einen fairen Umgang miteinander.
Ein Brief im Neuen Testament war oft für eine ganze Gemeinde bestimmt. Er konnte vorgelesen und gemeinsam besprochen werden.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Das letzte Buch und die feste Sammlung
Das letzte Buch heißt Offenbarung des Johannes. Eine Offenbarung ist eine mitgeteilte oder enthüllte Botschaft. Dieses Buch arbeitet mit vielen Bildern und Visionen. Es will Menschen in schweren Zeiten Hoffnung geben: Angst und Unrecht haben nicht das letzte Wort.
Stell dir vor, jemand beschreibt eine schwere Zeit mit starken Bildern, damit andere trotzdem Hoffnung behalten. So arbeitet die Offenbarung oft mit Bildern statt mit einem sachlichen Bericht.
Die Offenbarung ist kein fünftes Evangelium. Sie ist das letzte Buch des Neuen Testaments und spricht von Gottes Zukunft.
Die 27 Schriften lagen nicht von Anfang an gemeinsam in einem Buch vor. Sie wurden über längere Zeit in verschiedenen Gemeinden und Kirchen gelesen und als verbindlich anerkannt.
Ein Kanon ist eine fest anerkannte Sammlung von Schriften.
Bei einem gemeinsamen Lesebuch wird nicht jede Geschichte sofort aufgenommen. Erst nach und nach steht fest, welche Texte dazugehören. Ähnlich entwickelte sich der Kanon des Neuen Testaments.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Warum die Texte heute wichtig sind
Für Christinnen und Christen ist das Neue Testament eine wichtige Grundlage ihres Glaubens. Im Gottesdienst werden daraus Texte vorgelesen. Viele Menschen denken mit diesen Texten über Nächstenliebe, Vergebung, Gerechtigkeit und Hoffnung nach.
Die Schriften stammen aus einer anderen Zeit. Deshalb darfst du sie aufmerksam und kritisch lesen. Manche Bibelstellen wurden später gegen Jüdinnen und Juden ausgelegt und für Feindschaft missbraucht. Das widerspricht einem respektvollen Umgang mit Menschen und Religionen.
Beim Gleichnis vom barmherzigen Samariter kannst du überlegen: Wer braucht heute Unterstützung? Vielleicht ein neues Kind in der Klasse oder jemand, der ausgelacht wird.
Das Neue Testament kann Fragen über Glauben und ein gerechtes Zusammenleben anstoßen.
Zusammenfassung
Das Neue Testament ist eine Sammlung von 27 Schriften der christlichen Bibel. Die vier Evangelien erzählen von Jesus. Die Apostelgeschichte berichtet von den ersten Gemeinden, die Briefe geben Rat, und die Offenbarung macht Hoffnung.
Interaktive Lernkarten wird geladen ...
Mit Google fortfahren