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Wiedergeburt

Wiedergeburt bedeutet, dass eine Seele nach dem Tod neu geboren wird. Der Begriff ist besonders in Hinduismus und Buddhismus wichtig.

Wenn Menschen über den Tod nachdenken, kommen oft große Fragen auf. Manche fragen sich, ob ein Leben einmalig ist. Andere suchen Antworten in Religionen und ihren Geschichten.

Was bedeutet Wiedergeburt?

Wiedergeburt oder Reinkarnation ist die religiöse Vorstellung, dass nach dem Tod ein neues Leben beginnt. Religionen erklären unterschiedlich, was dabei weiterwirkt.

Eine Seele ist in manchen Religionen der unsichtbare innere Teil eines Menschen. Nicht jede Religion geht jedoch von einer bleibenden Seele aus.

Definition

Reinkarnation bedeutet: Nach dem Tod beginnt ein neues Leben. Wie das geschieht, deuten Religionen verschieden.

Beispiel

Lea hört: „Vielleicht habe ich schon einmal gelebt.“ Gemeint ist nicht derselbe Körper. Gemeint ist die Vorstellung, nach dem Tod in einem neuen Leben weiterzuleben.

Merke

Wiedergeburt ist eine Glaubensvorstellung. Sie ist kein gesichertes Wissen und wird nicht von allen Religionen gleich verstanden.

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Der Kreislauf des Lebens

Im Hinduismus und Buddhismus ist Wiedergeburt besonders wichtig. Dort wird oft ein Kreislauf gedacht: Leben, Tod und neues Leben folgen immer wieder aufeinander.

Samsara bedeutet den Kreislauf aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Viele Gläubige sehen ihn nicht einfach als zweite Chance. Sie verbinden ihn auch mit Leid und Unsicherheit.

Beispiel

Stell dir ein Karussell vor, das sich Runde um Runde dreht. Samsara wird ähnlich vorgestellt: Ein Lebewesen wird geboren, stirbt und tritt wieder in den Kreislauf ein.

Gut zu wissen

Das Karussell ist nur ein Bild. Es hilft beim Verstehen, ist aber kein Beweis für eine Glaubensvorstellung.

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Karma und Folgen von Handlungen

Wenn du dich entscheidest, hat das Folgen. Karma bedeutet in vielen indischen Religionen: Absichtliche Handlungen haben Folgen. Dazu gehören Taten, Worte und Gedanken.

Karma wird manchmal zu einfach als Belohnungssystem erklärt. Die Lehren unterscheiden sich je nach Religion und Richtung. Wichtig ist: Menschen sollen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Beispiel

Noah hilft einem neuen Mitschüler, sich in der Klasse zurechtzufinden. In einer Karma-Vorstellung ist diese hilfreiche Absicht nicht egal. Sie gehört zu seinen Handlungen und ihren Folgen.

Merke

Karma bedeutet nicht: Wer leidet, ist selbst schuld. Krankheit, Armut oder Unglück dürfen niemals zur Schuldzuweisung benutzt werden.

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Hinduismus: Seele und Befreiung

Der Hinduismus ist eine vielfältige Religion mit vielen Traditionen. In vielen hinduistischen Lehren gibt es einen bleibenden inneren Kern. Dieser heißt Atman und wird oft als ewige Seele verstanden.

Der Atman durchläuft nach diesen Vorstellungen verschiedene Leben. Das Ziel heißt Moksha. Moksha bedeutet Befreiung aus Samsara, also aus dem Kreislauf der Wiedergeburten.

Beispiel

Ein Hindu könnte sagen: Der Körper verändert sich und vergeht. Der Atman bleibt dagegen bestehen und wird wieder geboren. Durch Erkenntnis, gutes Handeln oder Hingabe kann ein Mensch nach Befreiung streben.

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Buddhismus: Wiedergeburt ohne ewige Seele

Der Buddhismus entstand in Indien und kennt ebenfalls Samsara und Karma. Er unterscheidet sich aber in einem wichtigen Punkt vom Hinduismus: Viele buddhistische Lehren verneinen eine ewige, unveränderliche Seele.

Diese Einsicht heißt Anatta. Anatta bedeutet: Es gibt kein festes, unveränderliches Ich, das immer gleich bleibt. Trotzdem erklären Buddhisten Wiedergeburt als Folge von Ursachen und Wirkungen.

Beispiel

Eine Kerze entzündet eine zweite Kerze. Die neue Flamme hängt mit der ersten zusammen. Sie ist aber nicht genau dieselbe Flamme. Dieses Bild kann erklären, wie Verbindung ohne eine bleibende Seele gedacht wird.

Merke

Hinduismus und Buddhismus kennen beide Wiedergeburt. Sie erklären jedoch nicht dasselbe.

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Wiedergeburt und Christentum

Das Christentum ist eine Religion, in der die großen Kirchen normalerweise keine Reinkarnation lehren. Stattdessen glauben Christinnen und Christen an die Auferstehung. Auferstehung bedeutet: Gott schenkt dem Menschen nach dem Tod neues Leben.

Dabei geht es nicht um viele aufeinanderfolgende Leben. Der Mensch gilt als einmalig. Christlicher Glaube betont außerdem Gottes Gnade. Gnade bedeutet: Gottes Zuwendung ist ein Geschenk und muss nicht verdient werden.

Beispiel

Zwei Menschen sprechen über ein Leben nach dem Tod. Einer sagt: „Ich glaube an viele Wiedergeburten.“ Die andere sagt: „Ich glaube an die Auferstehung durch Gott.“ Beide sprechen über ähnliche Fragen, meinen aber unterschiedliche Glaubensvorstellungen.

Gut zu wissen

Einzelne Christinnen und Christen können an Wiedergeburt glauben. Das ist jedoch nicht die Lehre der großen christlichen Kirchen.

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Zusammenfassung

Wiedergeburt oder Reinkarnation ist die Vorstellung von einem neuen Leben nach dem Tod. Hinduismus und Buddhismus verbinden sie mit Samsara und Karma, erklären sie aber unterschiedlich. Im Hinduismus spielt häufig Atman als Seele eine Rolle. Im Buddhismus wird Wiedergeburt meist ohne ewige Seele gedacht. Das Christentum setzt in seiner Haupttradition auf Auferstehung statt Reinkarnation.

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