Im Französischunterricht begegnen dir à und de ständig. Du brauchst sie, wenn du sagst, wohin du gehst, wo du bist, woher etwas kommt oder wem etwas gehört. Die beiden Wörter sind kurz, aber sie entscheiden oft über die Bedeutung des Satzes. Wenn du zuerst die Grundidee erkennst, werden die Formen viel leichter.
- Du verstehst die Grundideen von à und de.
- Du erkennst à bei Ziel, Ort und Uhrzeit.
- Du erkennst de bei Herkunft, Zugehörigkeit und Thema.
- Du bildest au, aux, du und des richtig.
- Du unterscheidest de als Präposition vom Teilungsartikel.
Die Grundidee von à und de
Eine Präposition ist ein Verhältniswort. Sie verbindet Wörter und zeigt zum Beispiel, wo etwas ist, wohin jemand geht, woher etwas kommt oder wem etwas gehört.
Die Präposition à zeigt oft ein Ziel, einen Ort oder eine Zeit. Die Präposition de zeigt oft einen Ausgangspunkt, eine Herkunft, eine Zugehörigkeit oder ein Thema.
Je vais à Paris.
Ich fahre nach Paris.
Je suis à l'école.
Ich bin in der Schule.
Je viens de Paris.
Ich komme aus Paris.
Le livre de Marie est ici.
Das Buch von Marie ist hier.
à blickt oft zum Ziel hin: wohin, wo oder wann.
de blickt oft vom Ursprung her: woher, von wem oder wovon.
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À für Ziel, Ort und Uhrzeit
Ein Ziel ist der Ort, zu dem jemand geht oder fährt. Ein Ort ist die Stelle, an der etwas ist oder passiert. Eine Uhrzeit sagt, wann etwas geschieht.
Für diese drei Ideen benutzt du im Französischen häufig à. Im Deutschen kann daraus „nach“, „in“, „an“, „zu“ oder „um“ werden. Übersetze also nicht Wort für Wort. Frage lieber nach der Funktion im Satz.
Je vais à Marseille.
Ich fahre nach Marseille.
Elle habite à Berlin.
Sie wohnt in Berlin.
Le cours commence à huit heures.
Der Unterricht beginnt um acht Uhr.
Nous sommes à la gare.
Wir sind am Bahnhof.
Bei Städten steht für Wohnen oder Hinreisen meistens à: à Paris, à Lyon, à Berlin.
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De für Herkunft, Zugehörigkeit und Thema
Die Herkunft sagt, woher jemand oder etwas kommt. Zugehörigkeit bedeutet, dass etwas zu jemandem oder zu etwas gehört. Ein Thema ist das, worüber man spricht, schreibt oder nachdenkt.
Für diese Ideen benutzt du im Französischen häufig de. Im Deutschen übersetzt du de oft mit „von“ oder „aus“. Bei Zugehörigkeit klingt im Deutschen manchmal eine Besitzform natürlicher: „Maries Heft“ statt „das Heft von Marie“.
Je viens de Nice.
Ich komme aus Nizza.
C'est le vélo de Paul.
Das ist Pauls Fahrrad.
Elle parle de son voyage.
Sie spricht von ihrer Reise.
La porte de la classe est ouverte.
Die Tür des Klassenzimmers ist offen.
Wenn du mit „woher?“, „von wem?“ oder „wovon?“ fragen kannst, ist de oft richtig.
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Wenn à und de mit Artikeln verschmelzen
Ein bestimmter Artikel begleitet ein Nomen, wenn etwas Bestimmtes gemeint ist. Im Französischen sind wichtige bestimmte Artikel le, la, l' und les. Ein Nomen ist ein Namenwort, zum Beispiel parc, école, élèves oder film.
Wenn à direkt vor le oder les steht, verschmelzen die Wörter. Wenn de direkt vor le oder les steht, passiert das auch. Diese Formen heißen zusammengezogene Artikel. Bei la und l' bleiben die Wörter getrennt.
à mit le wird au.
Je vais au cinéma.
Ich gehe ins Kino.
à mit les wird aux.
Elle parle aux élèves.
Sie spricht mit den Schülerinnen und Schülern.
de mit le wird du.
Il revient du collège.
Er kommt vom Collège zurück.
de mit les wird des.
La couleur des stylos est bleue.
Die Farbe der Stifte ist blau.
Je vais à la plage.
Ich gehe an den Strand.
Je viens de l'école.
Ich komme aus der Schule.
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des kann zwei Aufgaben haben. In la couleur des stylos steckt de mit les. In J'achète des pommes ist des ein Artikel für eine unbestimmte Menge oder Mehrzahl. Die Form sieht gleich aus, aber die Aufgabe im Satz ist verschieden.
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De bei Mengen und Teilungsartikeln
Jetzt musst du genau trennen. de kann eine Präposition sein, zum Beispiel bei Herkunft oder Zugehörigkeit. Daneben gibt es den Teilungsartikel. Ein Teilungsartikel steht vor Dingen, von denen du eine unbestimmte Menge meinst.
Im Deutschen sagst du oft einfach „Brot“, „Wasser“ oder „Zucker“. Im Französischen steht davor häufig du, de la, de l' oder des. Diese Formen enthalten de, aber ihre Aufgabe ist: Sie zeigen eine unbestimmte Menge.
Je mange du pain.
Ich esse Brot.
Elle boit de la limonade.
Sie trinkt Limonade.
Nous avons de l'eau.
Wir haben Wasser.
Ils achètent des pommes.
Sie kaufen Äpfel.
Eine Verneinung macht aus einem Satz einen Nein-Satz, zum Beispiel mit ne ... pas. Nach einer Verneinung wird der Teilungsartikel bei Mengen oft zu de oder d'.
Je mange du pain.
Ich esse Brot.
Je ne mange pas de pain.
Ich esse kein Brot.
Elle boit de l'eau.
Sie trinkt Wasser.
Elle ne boit pas d'eau.
Sie trinkt kein Wasser.
Bei unbestimmten Mengen brauchst du oft du, de la, de l' oder des. Nach ne ... pas steht bei solchen Mengen häufig de oder d'.
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Typische Stolperstellen
Eine Stolperstelle ist eine Stelle, an der viele Lernende leicht einen Fehler machen. Bei à und de passieren Fehler oft, weil man ein deutsches Wort direkt übersetzt.
Prüfe deshalb immer die Idee im Satz. Geht es um ein Ziel, einen Ort oder eine Uhrzeit? Dann ist à oft richtig. Geht es um Herkunft, Zugehörigkeit, Thema oder eine Menge? Dann ist de oder eine Form mit de oft richtig.
Richtig: J'habite à Paris.
Gemeint ist der Wohnort.
Richtig: Je viens de Paris.
Gemeint ist die Herkunft.
Richtig: Nous allons au théâtre.
à mit le wird au.
Richtig: La fin du film est triste.
de mit le wird du.
Richtig: Je joue au foot.
Das ist ein fester Ausdruck für Fußball spielen.
Feste Ausdrücke lernst du am besten als ganze Einheit. Bei jouer au foot fragst du nicht nach einer deutschen Einzelübersetzung von au, sondern merkst dir die Verbindung.
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Zusammenfassung
à und de sind zwei sehr wichtige französische Präpositionen. à verwendest du oft für Ziel, Ort und Uhrzeit. de verwendest du oft für Herkunft, Zugehörigkeit und Thema.
Vor le und les entstehen feste Formen: au, aux, du und des. Bei Mengen gibt es außerdem den Teilungsartikel mit du, de la, de l' und des. Achte deshalb besonders auf die Aufgabe von des im Satz.
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