Mathematik

Modalwert (Modus): einfach bestimmen und deuten

Modalwert (Modus): einfach bestimmen und deuten
Modalwert (Modus): einfach bestimmen und deuten
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Der Modalwert, auch Modus, ist der Wert oder die Kategorie, die am häufigsten vorkommt. Du bestimmst ihn, indem du Häufigkeiten vergleichst. Gibt es einen Gleichstand an der Spitze, kann eine Datenreihe mehrere Modalwerte haben.

Deine Lernziele

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Den häufigsten Wert erkennen

Eine Datenreihe enthält gesammelte Beobachtungen. Die einzelnen möglichen Werte oder Kategorien heißen Ausprägungen. Ihre Häufigkeit gibt an, wie oft sie vorkommen.

Definition

Modalwert

Der Modalwert oder Modus ist die Ausprägung mit der größten Häufigkeit. Er ist ein statistischer Lagekennwert und beschreibt, was in den erhobenen Daten am häufigsten auftritt.

Beispiel: In der Datenreihe 1, 1, 2, 2, 2, 3 kommt die Zahl 2 dreimal vor. Alle anderen Zahlen kommen seltener vor. Daher ist 2 der Modalwert.

Der Modus funktioniert auch bei Kategorien, die sich nicht sinnvoll der Größe nach ordnen lassen. Bei den Lieblingstieren Pferd, Affe, Katze, Hund und Papagei kann zum Beispiel trotzdem das am häufigsten genannte Tier bestimmt werden.

Merke

Für den Modalwert zählt allein die größte Häufigkeit. Der größte Zahlenwert muss nicht der Modalwert sein.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt den Modalwert richtig?
Lösung: Er ist die am häufigsten vorkommende Ausprägung. — Beim Modalwert vergleichst du Häufigkeiten. Die Größe oder Position eines Werts ist dafür nicht entscheidend.
Rohdaten Schritt für Schritt auszählen

Bei einer ungeordneten Datenreihe gehst du so vor:

  1. Notiere jede unterschiedliche Ausprägung.
  2. Zähle, wie oft jede Ausprägung vorkommt.
  3. Suche die größte Häufigkeit.
  4. Nenne jede Ausprägung mit dieser Häufigkeit als Modalwert.
Beispiel

Zwölf Teammitglieder stimmen für die Kandidaten A, B, C oder D:

A, C, B, D, C, C, A, B, A, D, C, B

Ausgezählt ergibt sich:

  • A: 3 Stimmen
  • B: 3 Stimmen
  • C: 4 Stimmen
  • D: 2 Stimmen

Die größte Häufigkeit ist 4. Sie gehört zu C. Der Modalwert ist daher Kandidat C.

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Frage 1 von 1MittelBestimme den Modalwert der Reihe 2, 2, 1, 4, 3, 1, 2, 5, 3, 2, 3.
Lösung: 2 — Die Häufigkeiten sind: 1 zweimal, 2 viermal, 3 dreimal, 4 einmal und 5 einmal. Deshalb ist 2 der Modalwert.
Einen oder mehrere Modalwerte unterscheiden

Eine Datenreihe mit genau einem häufigsten Wert heißt unimodal. Teilen sich mehrere Ausprägungen die größte Häufigkeit, gehören sie alle zum Ergebnis.

  • Genau ein Modalwert: unimodal
  • Genau zwei Modalwerte: bimodal
  • Mehr als zwei Modalwerte: multimodal
Beispiel

Bei Tiersichtungen wurden Eichhörnchen und Wildschweine jeweils am häufigsten und gleich oft beobachtet. Beide Tierarten sind Modalwerte. Die Datenreihe ist bimodal.

Wenn sehr viele Ausprägungen dieselbe maximale Häufigkeit haben, ist das Ergebnis zwar über die Häufigkeiten beschreibbar, kann aber wenig aussagekräftig sein. Das gilt besonders, wenn fast jeder Wert nur einmal vorkommt.

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Frage 1 von 1MittelIn einer Umfrage werden Lesen, Freunde treffen und Radfahren jeweils 20-mal genannt. Alle anderen Aktivitäten werden seltener genannt. Wie lautet das Ergebnis?
Lösung: Es gibt drei Modalwerte; die Daten sind multimodal. — Alle drei Aktivitäten besitzen gemeinsam die größte Häufigkeit. Mehr als zwei Modalwerte nennt man multimodal.
Modus in Tabellen, Diagrammen und Messwerten finden

In einer Häufigkeitstabelle suchst du die größte Häufigkeitszahl. Die zugehörige Ausprägung ist der Modus.

Beispiel einer Verkehrsmittelumfrage:

  • Fahrrad: 50
  • Bus: 40
  • Zug: 30
  • Auto: 80
  • Sonstige: 10

Die größte Häufigkeit ist 80. Deshalb ist Auto der Modalwert.

In einem Balkendiagramm entspricht die größte Häufigkeit dem höchsten Balken. Prüfe bei gleich hohen Spitzenbalken, ob mehrere Modalwerte vorliegen.

Bei Messgrößen wie Körpergröße oder Körpertemperatur können viele genaue Werte auftreten, die sich kaum wiederholen. Dann ist ein einzelner exakter Modalwert oft wenig nützlich. Die Werte können zu Abschnitten zusammengefasst werden, zum Beispiel:

  • 1,50 m bis unter 1,60 m
  • 1,60 m bis unter 1,70 m
  • 1,70 m bis unter 1,80 m

Der Abschnitt mit den meisten Beobachtungen ist dann der häufigste Abschnitt. Seine Aussage hängt jedoch von der gewählten Einteilung ab.

Gut zu wissen

Der Modalwert betrachtet nur die größte Häufigkeit. Er zeigt nicht, wie groß die übrigen Werte sind oder wie weit sie auseinanderliegen.

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Frage 1 von 1LeichtWo findest du den Modalwert in einem Balkendiagramm?
Lösung: Beim höchsten Balken beziehungsweise bei allen gemeinsam höchsten Balken. — Der Modalwert gehört zur größten dargestellten Häufigkeit. Gleich hohe höchste Balken bedeuten mehrere Modalwerte.
Den passenden Kennwert wählen

Modus, Median und Mittelwert beantworten unterschiedliche Fragen:

  • Modus: Welche Ausprägung kommt am häufigsten vor?
  • Median: Welcher Wert liegt nach dem Ordnen in der Mitte?
  • Mittelwert: Welcher Durchschnitt ergibt sich aus numerischen, metrischen Werten?

Für nicht ordnungsfähige Kategorien wie Tierarten, Muttersprachen oder Verkehrsmittel ist der Modus geeignet. Einen Median kannst du dort nicht sinnvoll bestimmen, weil keine natürliche Rangfolge besteht. Ein arithmetischer Mittelwert ist ebenfalls nicht möglich, weil sich solche Kategorien nicht sinnvoll addieren lassen.

Bei Zahlen können grundsätzlich mehrere Kennwerte zulässig sein. Sie müssen nicht dasselbe Ergebnis liefern. Welcher Kennwert sinnvoll ist, hängt von der Frage und von den Daten ab.

Merke

Frage zuerst, was du wissen möchtest: „am häufigsten“ führt zum Modus, „in der Mitte“ zum Median und „durchschnittlich“ zum Mittelwert.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelEine Klasse nennt ihre Lieblingsverkehrsmittel. Welcher Kennwert beantwortet die Frage „Welche Antwort wurde am häufigsten genannt?“
Lösung: Der Modus — Der Modus kann auch bei nichtnumerischen und nicht ordnungsfähigen Kategorien bestimmt werden.
Den Modalwert selbst bestimmen und deuten

Bearbeite zuerst beide Aufgaben, ohne die Rückmeldung anzusehen.

Aufgabe 1: Lieblingstiere

Eine Befragung ergibt folgende Häufigkeiten: Pferd 5, Affe 4, Katze 6, Hund 8 und Papagei 2.

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Frage 1 von 1MittelWelches Tier ist der Modalwert?
Lösung: Hund — Acht ist die größte Häufigkeit. Deshalb ist Hund der Modalwert.

Aufgabe 2: Aussagekraft prüfen

Zwei Datenreihen besitzen beide den Modalwert 5. In der ersten Reihe kommt 5 viermal, in der zweiten Reihe zehnmal vor.

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Frage 1 von 1SchwerWas darfst du allein aus dem gemeinsamen Modalwert 5 schließen?
Lösung: In beiden Reihen ist 5 jeweils eine Ausprägung mit maximaler Häufigkeit. — Ein gemeinsamer Modalwert beschreibt nur die jeweilige Häufigkeitsspitze. Über Umfang und übrige Werte sagt er nichts aus.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Modalwert bestimmen
    • Bedeutung
      • häufigste Ausprägung
      • auch Modus genannt
    • Darstellung
      • Rohdaten auszählen
      • größte Tabellenhäufigkeit suchen
      • höchsten Diagrammbalken suchen
    • Anzahl
      • ein Wert: unimodal
      • zwei Werte: bimodal
      • mehr als zwei Werte: multimodal
    • Einsatz
      • Zahlen und Kategorien
      • Messwerte bei Bedarf in Abschnitte einteilen
    • Grenze
      • übrige Werte werden kaum berücksichtigt
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas ist beim Bestimmen des Modalwerts entscheidend?
Lösung: Die größte Häufigkeit — Der Modus ist die Ausprägung mit der größten Häufigkeit.
Frage 2 von 3MittelEine Tabelle enthält die Häufigkeiten A: 7, B: 9, C: 9 und D: 4. Was ist richtig?
Lösung: B und C sind Modalwerte; die Daten sind bimodal. — Die maximale Häufigkeit ist 9. Sie tritt bei zwei Ausprägungen auf, also ist die Verteilung bimodal.
Frage 3 von 3SchwerEine Liste enthält fast nur unterschiedliche, einmal auftretende Körpergrößen. Wie gehst du sinnvoll vor, wenn du einen häufigsten Größenbereich beschreiben möchtest?
Lösung: Ich fasse die Größen in begründete Abschnitte zusammen und suche den häufigsten Abschnitt. — Bei vielen nahezu einzigartigen Messwerten kann eine Einteilung in Abschnitte eine brauchbarere modale Aussage liefern. Die gewählten Abschnittsgrenzen müssen bei der Deutung berücksichtigt werden.

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