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Konsonanz

Konsonanz in der Musik erklärt: wohlklingende Intervalle und ihr Verhältnis zur Dissonanz.

Wenn du zwei Töne auf dem Klavier gleichzeitig anschlägst, klingt es manchmal ruhig und passend. Manchmal reibt es sich aber auch, als ob der Klang weitergehen will. Genau dieses Gefühl hilft dir, Konsonanz zu verstehen.

Deine Lernziele
  • Du erkennst, was Konsonanz in der Musik bedeutet.
  • Du unterscheidest Konsonanz und Dissonanz.
  • Du ordnest einfache Intervalle nach ihrem Klanggefühl ein.
  • Du verstehst, warum Konsonanz nicht nur eine feste Liste ist.

Konsonanz hören und beschreiben

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Wenn zwei Töne gleichzeitig erklingen, hörst du diesen Abstand als Klang. Manche Intervalle wirken stabil, weich oder abgeschlossen. Dann spricht man von Konsonanz.

Definition

Konsonanz bedeutet in der Musik: Zwei oder mehr Töne klingen zusammen eher ruhig, passend und stabil. Der Klang fühlt sich oft so an, als müsste er nicht sofort weitergeführt werden.

Konsonanz heißt nicht automatisch, dass ein Klang schön sein muss. Schön ist eine persönliche Bewertung. Konsonant beschreibt eher, dass der Klang wenig Spannung erzeugt und leicht zusammengehört.

Beispiel

Stell dir vor, zwei Stimmen singen denselben Ton oder Töne, die sehr gut zusammenpassen. Der Klang wirkt gesammelt und ruhig. In vielen Liedern klingt ein Schlussakkord konsonant, weil er wie ein Ziel wirkt.

Merke

Konsonanz ist ein Ruhegefühl im Klang. Sie sagt: Dieser Zusammenklang kann gut stehen bleiben.

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Dissonanz als Spannung

Damit Konsonanz klarer wird, brauchst du den Gegenbegriff. Dissonanz ist ein Zusammenklang, der eher gespannt, reibend oder unruhig wirkt. Er klingt oft so, als wolle er weiter zu einem ruhigeren Klang.

Definition

Dissonanz bedeutet: Zwei oder mehr Töne erzeugen zusammen mehr Spannung. Der Klang wirkt nicht falsch, sondern bewegter und offener.

Dissonanz ist also kein Fehler. Komponistinnen und Komponisten nutzen sie, damit Musik lebendig wird. Ohne Spannung wäre ein Stück oft langweilig. Konsonanz und Dissonanz arbeiten wie Frage und Antwort.

Beispiel

In einem spannenden Filmmoment hörst du oft reibende Klänge. Sie machen dich aufmerksam. Wenn die Szene sich löst, folgt häufig ein ruhigerer Klang. Dieser Wechsel kann wie Erleichterung wirken.

Merke

Dissonanz baut Spannung auf. Konsonanz kann diese Spannung beruhigen.

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Typische konsonante Intervalle

Einige Intervalle werden in vielen Musikstilen besonders oft als konsonant gehört. Die Prime bedeutet: zwei Stimmen haben dieselbe Tonhöhe. Die Oktave bedeutet: ein Ton klingt höher oder tiefer, hat aber denselben Notennamen, zum Beispiel C und das nächste höhere C.

Definition

Eine Quinte ist ein Intervall über fünf Tonstufen, zum Beispiel von C zu G. Eine Terz ist ein Intervall über drei Tonstufen, zum Beispiel von C zu E. Eine Sexte ist ein Intervall über sechs Tonstufen, zum Beispiel von C zu A.

Prime, Oktave, Quinte, Terz und Sexte wirken oft passend. Bei manchen dieser Abstände treffen sich die Schwingungen der Töne besonders gut. Eine Schwingung ist die schnelle Bewegung, durch die ein Ton entsteht. Du musst dafür keine Physik rechnen. Wichtig ist: Dein Ohr kann manche Abstände leichter als Einheit auffassen.

Beispiel

C und G bilden eine Quinte. Viele hören diesen Zusammenklang als offen, stark und stabil. C und E bilden eine große Terz. Dieser Klang wirkt oft freundlich und hell.

Gut zu wissen

In älterer Musiktheorie galten Oktave und Quinte besonders sicher als konsonant. Später wurden Terzen und Sexten ebenfalls sehr wichtig, vor allem für Dur- und Mollklänge.

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Konsonanz in Akkorden

Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei Tönen. Viele einfache Akkorde bestehen aus übereinandergeschichteten Terzen. Besonders wichtig sind Dur und Moll. Dur und Moll sind Klangarten von Dreiklängen: Dur wirkt oft heller, Moll oft dunkler.

Definition

Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei wichtigen Tönen: Grundton, Terzton und Quintton. Der Grundton ist der Ton, nach dem der Akkord benannt ist. Der Terzton ist die Terz über dem Grundton. Der Quintton ist die Quinte über dem Grundton.

Ein C-Dur-Dreiklang besteht aus C, E und G. C ist der Grundton. E ist der Terzton. G ist der Quintton. Zusammen wirkt dieser Akkord in vielen Zusammenhängen konsonant.

Beispiel

Wenn ein Lied in C-Dur endet und am Schluss C, E und G zusammen klingen, fühlt sich das oft wie ein Ziel an. Der Akkord sagt dem Ohr: Hier darf die Musik ankommen.

Merke

Viele Schlussklänge wirken konsonant, weil ihre Töne einen stabilen Akkord bilden.

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Warum die Einordnung vom Zusammenhang abhängt

Konsonanz ist nicht überall und immer gleich. Die Wirkung hängt vom Musikstil, von der Zeit, von der Stimmung und vom Akkordzusammenhang ab. Ein Intervall kann in einem Stück ruhig wirken und in einem anderen Stück mehr Spannung bekommen.

Definition

Der musikalische Zusammenhang ist die Umgebung eines Klangs: Welche Töne vorher kamen, welche Klangart gerade gilt, welche Stimmen spielen und wohin die Musik weitergeht. Eine Tonart ist das Tonsystem, in dem sich ein Stück hauptsächlich bewegt, zum Beispiel C-Dur.

Ein Ton kann also nicht nur für sich allein bewertet werden. Dein Ohr vergleicht ihn mit dem, was gerade musikalisch passiert. Deshalb lernen Musikerinnen und Musiker nicht nur Listen, sondern auch Hörbeispiele.

Beispiel

Eine Quarte ist ein Intervall über vier Tonstufen, zum Beispiel von C zu F. Sie kann je nach Lage verschieden wirken. Der Bass ist die tiefste Stimme oder der tiefste Ton im Klang. Über einem Bass kann eine Quarte in älterer Musik mehr Spannung bekommen und nach Weiterführung verlangen.

Gut zu wissen

In moderner Musik dürfen auch sehr gespannte Klänge lange stehen bleiben. Dann wird Dissonanz nicht unbedingt sofort aufgelöst. Trotzdem bleibt der Unterschied zwischen Ruhe und Spannung für das Hören hilfreich.

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Zusammenfassung

Konsonanz beschreibt einen Zusammenklang, der eher ruhig, passend und stabil wirkt. Dissonanz beschreibt einen Zusammenklang mit mehr Spannung. Beide sind wichtig, weil Musik durch Ruhe und Bewegung lebendig wird.

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Merke

Konsonanz ist nicht einfach schön und Dissonanz nicht einfach falsch. Konsonanz gibt Ruhe, Dissonanz gibt Spannung, und gute Musik nutzt oft beides.

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