Wenn du eine Melodie singst, springen manche Töne nur ein kleines Stück weiter. Andere Sprünge fühlen sich groß und spannend an. Die Septime ist so ein großer Tonsprung. Du hörst sie oft als Spannung kurz vor einer Auflösung.
- Du erkennst, was eine Septime als Intervall bedeutet.
- Du unterscheidest kleine und große Septime.
- Du verstehst, warum Septimen oft gespannt klingen.
- Du weißt, welche Rolle die Septime in Septakkorden spielt.
Vom Tonsprung zur Septime
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Wenn du zum Beispiel von C nach G gehst, misst du den Abstand zwischen C und G. Intervalle helfen dir, Melodien, Akkorde und Klangwirkungen genauer zu beschreiben.
Eine Tonstufe ist ein Tonplatz in einer Tonleiter. In C-Dur sind die Tonstufen: C, D, E, F, G, A, H, C. Du zählst dabei die Startnote mit.
Eine Septime ist ein Intervall, das sieben Tonstufen umfasst.
Von C bis H zählst du: C ist 1, D ist 2, E ist 3, F ist 4, G ist 5, A ist 6, H ist 7.
Darum ist C-H eine Septime.
Stell dir die C-Dur-Tonleiter vor:
C - D - E - F - G - A - H - C
Wenn du bei C startest und bis H gehst, landest du auf der siebten Tonstufe. Das ist eine Septime. Der Sprung ist fast so groß wie eine Oktave, aber eben noch nicht ganz.
Septime kommt von sieben: Du zählst vom Startton bis zum Zielton sieben Tonstufen.
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Kleine und große Septime
Jetzt wird es genauer. Zwei Septimen können beide sieben Tonstufen umfassen und trotzdem verschieden klingen. Der Grund liegt in den Halbtonschritten.
Ein Halbton ist der kleinste Abstand im üblichen westlichen Tonsystem. Auf dem Klavier liegt ein Halbton zwischen zwei direkt benachbarten Tasten, egal ob weiß oder schwarz.
Die kleine Septime umfasst 10 Halbtöne.
Die große Septime umfasst 11 Halbtöne.
Von C nach B ist eine kleine Septime. Sie hat 10 Halbtöne.
Von C nach H ist eine große Septime. Sie hat 11 Halbtöne.
Wichtig: In der deutschen Notenschrift heißt der Ton unter H oft B. Auf Englisch würde dieser Ton B flat heißen.
Beide Septimen sind fast eine Oktave groß. Die Oktave von C nach C oben hat 12 Halbtöne. Die große Septime liegt nur einen Halbton darunter. Die kleine Septime liegt zwei Halbtöne darunter.
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Wie Septimen klingen
Eine Septime klingt oft gespannt. Das bedeutet: Dein Ohr erwartet häufig, dass danach etwas passiert. Besonders die große Septime zieht stark zur Oktave, weil sie nur einen Halbton darunter liegt.
Eine Dissonanz ist ein Klang, der Spannung erzeugt. Das heißt nicht, dass er falsch klingt. Er klingt nur nicht so ruhig und abgeschlossen wie viele andere Intervalle.
Spiele oder singe C und H nacheinander. H liegt ganz nah unter dem nächsten C. Viele hören dabei den Wunsch: H möchte nach C weitergehen.
Spiele oder singe C und B nacheinander. Diese kleine Septime klingt auch gespannt, aber oft etwas weicher und bluesiger als C-H.
Die Septime ist ein Spannungsintervall. Sie klingt oft so, als wolle sie sich weiterbewegen.
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Septime in Tonleitern
Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen. Viele Stücke benutzen Tonleitern als Material für Melodien und Akkorde. Die siebte Stufe einer Tonleiter kann ebenfalls Septime oder genauer Septimton genannt werden.
In C-Dur ist H die siebte Stufe. In A-Moll ist G die siebte Stufe, wenn du die natürliche Molltonleiter A-H-C-D-E-F-G-A nimmst.
C-Dur: C - D - E - F - G - A - H - C
Die siebte Stufe ist H.
A-Moll natürlich: A - H - C - D - E - F - G - A
Die siebte Stufe ist G.
Achte auf den Zusammenhang. Septime kann das Intervall meinen, also den Abstand zwischen zwei Tönen. Septime kann auch die siebte Stufe einer Tonleiter meinen. In der Schule ist meist das Intervall gemeint, wenn von kleiner oder großer Septime die Rede ist.
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Septakkorde
Ein Akkord ist ein Zusammenklang von mindestens drei verschiedenen Tönen. Der Grundton ist der Ton, nach dem der Akkord meistens benannt wird. Ein einfacher Akkord hat einen Grundton und weitere passende Töne darüber.
Ein Septakkord ist ein Akkord, der zusätzlich eine Septime über dem Grundton enthält. Diese Septime gibt dem Akkord mehr Spannung und Farbe.
Ein Septakkord besteht aus einem Grundklang und einer zusätzlichen Septime über dem Grundton.
Ein C-Dur-Akkord besteht aus: C - E - G
Wenn du B hinzufügst, entsteht: C - E - G - B
Das ist ein C7-Akkord. Die kleine Septime B macht den Akkord spannungsreich. In vielen Stilen möchte dieser Klang weitergeführt werden, zum Beispiel nach F.
Ein Cmaj7-Akkord besteht aus: C - E - G - H
Hier liegt eine große Septime über C. Der Klang wirkt oft schwebend, weich oder jazzig.
Die Septime im Akkord ist kein Extra ohne Wirkung. Sie verändert den ganzen Klang.
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Septimen sicher erkennen
Beim Erkennen hilft dir eine feste Reihenfolge. Zuerst zählst du die Tonstufen. Wenn es sieben sind, hast du eine Septime. Danach bestimmst du mit Halbtonschritten, ob sie klein oder groß ist.
Aufgabe: Bestimme C-H.
- Tonstufen zählen: C, D, E, F, G, A, H. Das sind sieben Stufen.
- Halbtonschritte prüfen: C-H hat 11 Halbtöne.
- Ergebnis: C-H ist eine große Septime.
Aufgabe: Bestimme C-B.
- Tonstufen zählen: C, D, E, F, G, A, B. Das sind sieben Stufen.
- Halbtonschritte prüfen: C-B hat 10 Halbtöne.
- Ergebnis: C-B ist eine kleine Septime.
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Zusammenfassung
Die Septime ist ein Intervall über sieben Tonstufen. Du zählst den Startton mit. Danach unterscheidest du mit Halbtonschritten: Die kleine Septime hat 10 Halbtöne, die große Septime hat 11 Halbtöne.
Septimen klingen oft gespannt, weil sie nahe an der Oktave liegen. Diese Spannung ist in Musik sehr nützlich. Sie kann eine Melodie aufregender machen oder einem Akkord mehr Farbe geben.
So bestimmst du eine Septime:
- Tonstufen zählen.
- Bei sieben Tonstufen ist es eine Septime.
- Halbtöne prüfen.
- 10 Halbtöne bedeuten kleine Septime.
- 11 Halbtöne bedeuten große Septime.
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