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Septime in der Musik: bestimmen und bilden

Septime in der Musik: bestimmen und bilden
Septime in der Musik: bestimmen und bilden
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Eine Septime ist der Tonhöhenabstand über sieben gezählte Tonstufen. Die häufigsten Formen sind die kleine Septime mit 10 Halbtönen und die große Septime mit 11 Halbtönen.

Auf dieser Seite lernst du, Septimen zu benennen, zu bilden und mit ihrem Komplementärintervall zu prüfen. Außerdem erfährst du, welche Rolle sie in Melodien und Akkorden spielen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woran erkennst du eine Septime?

Ein Intervall ist der Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen. Für den Intervallnamen zählst du die Tonstufen einschließlich des Ausgangstons.

Bei C–H lautet die Zählung:

  1. C
  2. D
  3. E
  4. F
  5. G
  6. A
  7. H

Der Abstand C–H ist deshalb eine Septime. Vorzeichen verändern später die genaue Größe des Intervalls, aber nicht die Anzahl der gezählten Tonstufen.

Definition

Septime

Eine Septime ist ein Intervall über sieben Tonstufen. Das Wort kann auch die siebte Stufe einer Tonleiter bezeichnen; diese heißt genauer Septimton.

Die beiden Töne können nacheinander oder gleichzeitig erklingen:

  • melodische Septime: Die Töne erklingen nacheinander.
  • harmonische Septime: Die Töne erklingen gleichzeitig.
Beispiel

Von F bis E zählst du F–G–A–H–C–D–E. Es sind sieben Tonstufen, also ist F–E eine Septime.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelches Tonpaar bildet nach der Anzahl der Tonstufen eine Septime?
Lösung: C–H — Zähle den Ausgangston immer als erste Stufe mit. Von C bis H erhältst du sieben Tonstufen.
Wie unterscheiden sich die Septimen?

Der Name Septime beschreibt zunächst die Zahl der Tonstufen. Die Zusätze vermindert, klein, groß und übermäßig geben die genaue Größe in Halbtönen an.

ArtHalbtonzahl
verminderte Septime9
kleine Septime10
große Septime11
übermäßige Septime12

Im grundlegenden Intervalltraining begegnen dir vor allem die kleine und die große Septime.

  • C–B ist eine kleine Septime: 10 Halbtöne.
  • C–H ist eine große Septime: 11 Halbtöne.
Merke

Bestimme zuerst die Zahl der Tonstufen und danach die Halbtonzahl. Nur beides zusammen ergibt den vollständigen Intervallnamen.

Eine übermäßige Septime umfasst zwar wie eine Oktave 12 Halbtöne. Sie bleibt aufgrund der geschriebenen Tonstufen aber eine Septime. Die Halbtonzahl allein reicht also nicht zur Benennung.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Aussage beschreibt eine große Septime richtig?
Lösung: Sie umfasst sieben Tonstufen und 11 Halbtöne. — Die Intervallzahl stammt aus den gezählten Tonstufen. Die Größe „groß“ entspricht bei der Septime 11 Halbtönen.
Frage 2 von 2MittelDu zählst sieben Tonstufen und misst 10 Halbtöne. Wie heißt das Intervall?
Lösung: kleine Septime — Sieben Tonstufen ergeben eine Septime; 10 Halbtöne bestimmen sie als klein.
Wie bildest und prüfst du eine Septime?

Du kannst drei Wege nutzen. Wähle den Weg, der zu den vorhandenen Angaben passt.

Weg 1: Halbtöne zählen

Für eine kleine Septime gehst du vom Ausgangston 10 Halbtonschritte weiter. Für eine große Septime sind es 11 Halbtonschritte.

Beispiel

Gesucht ist eine kleine Septime über As.

  1. Der Zielton muss sieben Tonstufen entfernt sein: As–B–C–Des–Es–F–Ges.
  2. Von As bis Ges liegen 10 Halbtöne.
  3. Das Ergebnis lautet As–Ges, eine kleine Septime.

Weg 2: Die Tonleiter verwenden

In einer Durtonleiter bildet die siebte Stufe mit dem Grundton eine große Septime.

Beispiel

Gesucht ist eine große Septime über A.

  1. Die A-Dur-Tonleiter lautet A–H–Cis–D–E–Fis–Gis–A.
  2. Gis ist ihre siebte Stufe.
  3. Von A bis Gis liegen 11 Halbtöne.

Damit ist A–Gis eine große Septime.

Weg 3: Zur Oktave ergänzen

Septime und Sekunde ergänzen sich zu einer Oktave mit 12 Halbtönen:

  • kleine Septime mit 10 Halbtönen + große Sekunde mit 2 Halbtönen;
  • große Septime mit 11 Halbtönen + kleine Sekunde mit 1 Halbton.
Merke

Kleine Septime ↔ große Sekunde und große Septime ↔ kleine Sekunde.

So prüfst du A–Gis: Von Gis bis zum nächsten A fehlt ein Halbton, also eine kleine Sekunde. Daher ist A–Gis die ergänzende große Septime.

Der Ergänzungsweg funktioniert auch abwärts. Eine kleine Septime abwärts von Es führt zum tieferen F: Gehe zuerst eine Oktave von Es abwärts und dann eine große Sekunde aufwärts.

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Frage 1 von 2MittelWelche Gegenprobe passt zu einer kleinen Septime?
Lösung: Bis zur Oktave fehlt eine große Sekunde. — Eine kleine Septime hat 10 Halbtöne. Zur Oktave mit 12 Halbtönen fehlen 2 Halbtöne, also eine große Sekunde.
Frage 2 von 2SchwerJemand nennt A–Gis eine kleine Septime, weil die Töne dicht unter der Oktave liegen. Wie korrigierst du das?
Lösung: Von A bis Gis sind es 11 Halbtöne; zur Oktave fehlt eine kleine Sekunde. Daher ist es eine große Septime. — Prüfe Zahl und Größe getrennt: sieben Tonstufen ergeben die Septime, 11 Halbtöne ergeben die große Form.
Welche Rolle spielt die Septime in Musik?

Septimen gelten in vielen Zusammenhängen als dissonant: Ihr Klang erzeugt häufig Spannung oder eine Erwartung nach Weiterführung. „Dissonant“ bedeutet dabei nicht automatisch schlecht oder falsch. Die Wirkung hängt auch von Melodie, Akkord, Stil und Auflösung ab.

In einer Melodie erscheint die Septime als weiter Tonsprung. Beim gleichzeitigen Erklingen kann sie Teil eines Akkords sein.

Ein Septakkord entsteht, wenn ein Dreiklang um eine Septime über seinem Grundton erweitert wird. Er enthält Grundton, Terz, Quinte und Septime.

Beispiel

Der Dominantseptakkord G7 in C-Dur enthält die Töne G–H–D–F. Die kleine Septime G–F trägt zur Spannung des Akkords bei. Die Folge G7 → C-Dur führt von der Dominante zur Tonika und wirkt häufig wie Spannung und anschließende Beruhigung.

Im traditionellen strengen Satz werden Septimen häufig vorbereitet und stufenweise abwärts geführt. Das ist jedoch keine ausnahmslose Regel für alle Musikstile oder jede Septime.

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Frage 1 von 2MittelWas ist der Unterschied zwischen einer melodischen und einer harmonischen Septime?
Lösung: Melodisch erklingen die Töne nacheinander, harmonisch gleichzeitig. — Die Intervallgröße bleibt gleich. Nur die zeitliche Anordnung der beiden Töne unterscheidet sich.
Frage 2 von 2SchwerWelche Aussage zur Klangwirkung ist angemessen?
Lösung: Eine Septime kann Spannung erzeugen; ihre Wirkung hängt vom musikalischen Zusammenhang ab. — Satzregeln und Klangwirkungen hängen von Stil, Akkordfunktion und musikalischem Verlauf ab.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Septime
    • Bestimmung: sieben Tonstufen zählen und Halbtonzahl prüfen
    • Kleine Septime: 10 Halbtöne; ergänzt sich mit einer großen Sekunde zur Oktave
    • Große Septime: 11 Halbtöne; ergänzt sich mit einer kleinen Sekunde zur Oktave
    • Melodische Verwendung: Die Töne erklingen nacheinander
    • Harmonische Verwendung: Die Töne erklingen gleichzeitig oder als Teil eines Septakkords
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWie viele Tonstufen umfasst eine Septime, wenn der Ausgangston mitgezählt wird?
Lösung: sieben — Der Name Septime verweist auf sieben gezählte Tonstufen.
Frage 2 von 3MittelDu sollst eine große Septime über C bilden. Welches Ergebnis ist richtig?
Lösung: C–H — Von C bis H zählst du sieben Tonstufen und 11 Halbtöne. Beides zusammen kennzeichnet die große Septime.
Frage 3 von 3SchwerEine unbekannte Septime wird durch eine große Sekunde zur Oktave ergänzt. Was kannst du folgern?
Lösung: Es ist eine kleine Septime. — Die Oktave hat 12 Halbtöne. Nach Abzug der großen Sekunde mit 2 Halbtönen bleiben 10 Halbtöne: die kleine Septime.

Du kannst eine Septime nun in zwei Schritten bestimmen: Sieben Tonstufen bestätigen und anschließend die Halbtonzahl prüfen. Die ergänzende Sekunde liefert dir eine schnelle Gegenprobe.

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