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Sexte

Sexte als Intervall erklärt: kleine und große Sexte, Bestimmung und Beispiele in Dur und Moll.

Beim Singen oder Spielen merkst du manchmal: Zwei Töne liegen nicht direkt nebeneinander, sondern springen ein gutes Stück auseinander. So ein Sprung kann hell, weit, warm oder auch etwas sehnsüchtig klingen. Die Sexte ist genau so ein größerer Abstand zwischen zwei Tönen. Du kannst sie sehen, zählen, hören und mit etwas Übung sicher bestimmen.

Deine Lernziele
  • Du verstehst, was eine Sexte in der Musik ist.
  • Du unterscheidest kleine und große Sexte.
  • Du bestimmst Sexten mit Tonstufen und Halbtonschritten.
  • Du nutzt die Terz als Hilfe beim Hören.

Der Abstand von sechs Tonstufen

Wenn du zwei Töne vergleichst, fragst du in der Musik oft: Wie weit liegen sie auseinander? Dieser Abstand heißt Intervall. Ein Intervall kann klein sein, zum Beispiel von C nach D. Es kann aber auch größer sein, zum Beispiel von C nach A.

Definition

Eine Sexte ist ein Intervall, das sechs Tonstufen umfasst. Du zählst dabei den Startton mit.

Das Wort Sexte passt zu sechs. Wenn du von C nach A in der C-Dur-Tonleiter zählst, bekommst du: C ist eins, D ist zwei, E ist drei, F ist vier, G ist fünf, A ist sechs. Deshalb ist C nach A eine Sexte.

Beispiel

Von C nach A:

C, D, E, F, G, A

Du zählst sechs Tonstufen. Also ist der Abstand eine Sexte.

Merke

Bei Intervallen zählt der erste Ton immer mit. Von C nach A sind es nicht fünf Schritte weiter, sondern sechs Tonstufen insgesamt.

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Kleine und große Sexte

Eine Sexte sagt zuerst nur: Es geht über sechs Tonstufen. Aber nicht jede Sexte ist gleich groß. Zwischen den Tönen können unterschiedlich viele Halbtonschritte liegen.

Ein Halbtonschritt ist der kleinste Abstand auf dem Klavier von einer Taste zur direkt nächsten Taste, egal ob weiß oder schwarz. Eine kleine Sexte ist eine Sexte mit acht Halbtonschritten. Eine große Sexte ist eine Sexte mit neun Halbtonschritten.

Definition

Eine kleine Sexte umfasst sechs Tonstufen und acht Halbtonschritte.

Eine große Sexte umfasst sechs Tonstufen und neun Halbtonschritte.

Beispiel

Von C nach As:

C bis As umfasst sechs Tonstufen: C, D, E, F, G, As. Auf dem Klavier sind es acht Halbtonschritte. Das ist eine kleine Sexte.

Von C nach A:

C bis A umfasst sechs Tonstufen: C, D, E, F, G, A. Auf dem Klavier sind es neun Halbtonschritte. Das ist eine große Sexte.

Der Unterschied ist nur ein Halbtonschritt. Trotzdem hörst du ihn oft deutlich: Die große Sexte klingt meist etwas weiter und heller. Die kleine Sexte klingt oft enger und dunkler.

Merke

Erst prüfst du: Sind es sechs Tonstufen? Dann prüfst du: Sind es acht oder neun Halbtonschritte?

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Sexten in Dur und Moll

Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen. In der Schule begegnen dir besonders Dur und Moll. Dur klingt oft hell und offen. Moll klingt oft dunkler oder ernster.

Wenn du vom Grundton einer Dur-Tonleiter bis zur sechsten Tonstufe gehst, findest du eine große Sexte. Der Grundton ist der Ton, nach dem eine Tonleiter benannt ist. In C-Dur ist C der Grundton.

Beispiel

C-Dur:

C, D, E, F, G, A, H, C

Von C bis A zählst du sechs Tonstufen. Es sind neun Halbtonschritte. Also ist es eine große Sexte.

In einer natürlichen Moll-Tonleiter ist die sechste Tonstufe vom Grundton aus meist eine kleine Sexte.

Beispiel

a-Moll:

A, H, C, D, E, F, G, A

Von A bis F zählst du sechs Tonstufen. Es sind acht Halbtonschritte. Also ist es eine kleine Sexte.

Gut zu wissen

Diese Dur-Moll-Regel hilft dir beim Einordnen. Sie ersetzt aber nicht das genaue Zählen, denn Musikstücke können Töne verändern.

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So bestimmst du eine Sexte

Wenn du eine Sexte notieren oder erkennen willst, brauchst du eine klare Reihenfolge. Sonst verwechselst du leicht Tonstufen und Halbtonschritte.

Zuerst zählst du die Buchstabennamen. Der Startton zählt als eins. Danach zählst du die Halbtonschritte. So findest du heraus, ob die Sexte klein oder groß ist.

Beispiel

Gesucht: die große Sexte über D.

Schritt 1: Zähle sechs Tonstufen ab D.

D ist eins, E ist zwei, F ist drei, G ist vier, A ist fünf, H ist sechs.

Die Sexte über D muss also irgendein H sein.

Schritt 2: Prüfe die Halbtonschritte.

D nach H hat neun Halbtonschritte. Also ist D nach H eine große Sexte.

Beispiel

Gesucht: die kleine Sexte über D.

Die sechste Tonstufe bleibt H, weil die Buchstabenfolge gleich bleibt. Für eine kleine Sexte brauchst du aber acht Halbtonschritte. Deshalb wird H zu B.

D nach B ist eine kleine Sexte.

Ein Versetzungszeichen verändert einen Ton. Ein Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbton. Ein B erniedrigt einen Ton um einen Halbton. Dadurch kannst du aus einer großen Sexte eine kleine machen oder umgekehrt.

Merke

Der Buchstabe zeigt dir die Intervallzahl. Die Halbtonschritte zeigen dir die genaue Größe.

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Sexten hören

Beim Hören kannst du Sexten als weite Sprünge wahrnehmen. Eine sukzessive Sexte hörst du nacheinander: erst einen Ton, dann den anderen. Eine simultane Sexte hörst du gleichzeitig: beide Töne klingen zusammen.

Definition

Sukzessiv bedeutet: Die Töne erklingen nacheinander.

Simultan bedeutet: Die Töne erklingen gleichzeitig.

Beispiel

Wenn du C singst und danach A singst, hörst du die Sexte sukzessiv.

Wenn auf dem Klavier C und A gleichzeitig klingen, hörst du die Sexte simultan.

Sexten können beim Hören schwerer sein als kleine Intervalle. Eine gute Hilfe ist das Komplementärintervall. Ein Komplementärintervall ergänzt ein Intervall zur Oktave. Eine Oktave ist der Abstand von einem Ton bis zum nächsten gleichnamigen Ton, zum Beispiel C bis C.

Bei Sexten hilft dir besonders die Terz. Eine Terz ist ein Intervall über drei Tonstufen. Eine große Sexte ergänzt sich mit einer kleinen Terz zur Oktave. Eine kleine Sexte ergänzt sich mit einer großen Terz zur Oktave.

Beispiel

Stell dir eine große Sexte von C nach A vor.

Wenn du den oberen Ton A eine Oktave tiefer denkst, liegt A unter C. A nach C ist eine kleine Terz. Darum passt: große Sexte und kleine Terz gehören als Ergänzung zusammen.

Merke

Große Sexte passt zur kleinen Terz. Kleine Sexte passt zur großen Terz. Diese Umkehr-Hilfe macht das Hören oft leichter.

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Besondere Sexten

Neben kleiner und großer Sexte gibt es auch seltenere Formen. Eine verminderte Sexte ist enger als eine kleine Sexte. Eine übermäßige Sexte ist weiter als eine große Sexte. Solche Sexten entstehen durch Versetzungszeichen.

Definition

Eine verminderte Sexte ist eine Sexte, die um einen Halbton kleiner ist als die kleine Sexte.

Eine übermäßige Sexte ist eine Sexte, die um einen Halbton größer ist als die große Sexte.

Diese Formen brauchst du am Anfang seltener. Wichtig ist aber: Der Name Sexte bleibt, solange die Notennamen sechs Tonstufen ergeben. Die genaue Größe kann sich durch Vorzeichen verändern.

Beispiel

Von C nach A ist eine große Sexte.

Von C nach Ais wäre die Sexte noch einen Halbton weiter. Das wäre eine übermäßige Sexte.

Von C nach As ist die Sexte einen Halbton enger als C nach A. Das ist eine kleine Sexte.

Gut zu wissen

In Schulaufgaben geht es meistens zuerst um kleine und große Sexten. Verminderte und übermäßige Sexten kommen eher bei genauerer Harmonielehre vor.

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Zusammenfassung

Eine Sexte ist ein Intervall über sechs Tonstufen. Du zählst den Startton immer mit. Danach prüfst du die Halbtonschritte.

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Merke

Für jede Sexte gilt: Erst sechs Tonstufen erkennen, dann acht oder neun Halbtonschritte prüfen. So findest du sicher kleine und große Sexten.