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Sexte in der Musik: bestimmen, bilden und hören

Sexte in der Musik: bestimmen, bilden und hören
Sexte in der Musik: bestimmen, bilden und hören
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Eine Sexte ist der Abstand zwischen zwei Tönen, deren Tonstufen einschließlich Anfangs- und Endton sechs Positionen umfassen. Die kleine Sexte hat 8, die große Sexte 9 Halbtonschritte. Entscheidend sind sowohl die Tonstufen als auch die Halbtonzahl.

Deine Lernziele

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Woran erkennst du eine Sexte?

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Für den Intervallnamen zählst du die Tonstufen vom Ausgangston bis zum Zielton. Beide Töne zählen mit.

Bei C–A lautet die Folge:

  1. C
  2. D
  3. E
  4. F
  5. G
  6. A

Deshalb ist C–A eine Sexte. Zwischen den sechs Tonstufen liegen fünf Tonschritte.

Definition

Sexte

Eine Sexte umfasst sechs Tonstufen. Sie kann nacheinander als Melodiesprung oder gleichzeitig als Zusammenklang erklingen.

Merke

Zähle für die Intervallzahl die Tonstufen einschließlich Anfangs- und Endton. Vorzeichen verändern die Intervallqualität, aber nicht die gezählten Tonbuchstaben.

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Frage 1 von 1LeichtWarum ist C–A eine Sexte?
Lösung: Weil C und A beim Zählen einschließlich beider Endtöne sechs Tonstufen umfassen. — Der Intervallname entsteht durch das Zählen der Tonstufen: C–D–E–F–G–A.
Wie unterscheidest du kleine und große Sexten?

Nach der Intervallzahl bestimmst du die Qualität. Bei Sexten sind vor allem zwei Formen wichtig:

QualitätHalbtonschritteBeispiel
kleine Sexte (k6)8C–As
große Sexte (g6)9C–A
Beispiel

C–As bestimmen

  1. Zähle die Tonstufen C–D–E–F–G–A: Es sind sechs, also liegt eine Sexte vor.
  2. Zähle den chromatischen Abstand: C–Cis–D–Dis–E–F–Fis–G–As ergibt 8 Halbtonschritte.
  3. Sechs Tonstufen und 8 Halbtonschritte ergeben eine kleine Sexte.

Die Halbtonzahl allein genügt nicht immer für den vollständigen Namen. C–As ist eine kleine Sexte. C–Gis klingt auf einem gleichstufig gestimmten Instrument gleich hoch, umfasst nach den Tonbuchstaben aber nur fünf Stufen und heißt deshalb übermäßige Quinte. Diese unterschiedliche Benennung nennt man enharmonische Schreibweise.

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Frage 1 von 2MittelWelches Intervall ist C–A?
Lösung: Eine große Sexte, weil es sechs Tonstufen und 9 Halbtonschritte umfasst. — Sexten werden nicht als rein bezeichnet. C–A umfasst 9 Halbtonschritte und ist daher eine große Sexte.
Frage 2 von 2MittelWeshalb heißen C–As und C–Gis trotz gleicher klingender Tonhöhe verschieden?
Lösung: Die geschriebenen Tonbuchstaben ergeben unterschiedliche Intervallzahlen. — C–As umfasst sechs Tonstufen, C–Gis nur fünf. Schreibweise und musikalischer Zusammenhang bestimmen deshalb den Namen mit.
Wie bildest und kontrollierst du Sexten?

Gehe beim Bilden einer Sexte in zwei Schritten vor:

  1. Bestimme zuerst den Zielbuchstaben, indem du sechs Tonstufen einschließlich des Ausgangstons zählst.
  2. Setze danach das passende Vorzeichen, sodass 8 Halbtonschritte für eine kleine oder 9 für eine große Sexte entstehen.
Beispiel

Eine kleine Sexte über d bilden

  1. Zähle d–e–f–g–a–h. Der Zielbuchstabe muss also h sein.
  2. Von d bis h sind es 9 Halbtonschritte. Für eine kleine Sexte brauchst du 8.
  3. Erniedrige h zu b.

Das Ergebnis ist d–b. Die gelegentliche Angabe von 7 Halbtonschritten für diesen Abstand ist falsch: Eine kleine Sexte hat 8 Halbtonschritte.

Beispiel

Eine große Sexte über des bilden

  1. Zähle des–es–f–ges–as–b. Der Zielbuchstabe ist b.
  2. Der Abstand des–b umfasst 9 Halbtonschritte.

Das Ergebnis ist des–b, eine große Sexte.

Eine zweite Kontrolle liefert das Komplementärintervall. Es ergänzt die Sexte zur Oktave:

  • kleine Sexte + große Terz = Oktave;
  • große Sexte + kleine Terz = Oktave.

Die Halbtonzahlen bestätigen das: $8 + 4 = 12$ und $9 + 3 = 12$.

Merke

Bei der Umkehrung tauschen sich klein und groß: k6 wird g3, g6 wird k3. Die Intervallzahlen ergänzen sich dabei zu 9.

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Frage 1 von 2MittelDu sollst eine große Sexte über d bilden. Welcher Zielton ist richtig?
Lösung: h — Sechs Tonstufen führen von d zum Buchstaben h. Der Abstand d–h umfasst 9 Halbtonschritte und ist daher eine große Sexte.
Frage 2 von 2SchwerEine Sexte wird durch eine kleine Terz zur Oktave ergänzt. Welche Sexte liegt vor?
Lösung: Eine große Sexte. — Eine kleine Terz hat 3 Halbtonschritte. Bis zur Oktave mit 12 Halbtonschritten fehlen 9; das ist eine große Sexte.
Wie kannst du Sexten hören und einordnen?

Beim Hören kannst du einen bekannten Melodieanfang als Vergleichsmelodie verwenden. Für die große Sexte aufwärts wird häufig der Anfang von „My Bonnie Is Over the Ocean“ genutzt. Die kleine Sexte lässt sich etwa mit dem Beginn der Titelmelodie aus „Love Story“ vergleichen.

Eine Vergleichsmelodie ist nur eine Gedächtnishilfe. Sie ersetzt weder das Zählen der Tonstufen noch die Prüfung der Halbtonzahl. Außerdem kann dieselbe Sexte je nach musikalischem Zusammenhang unterschiedlich wirken.

Die Zuordnung „groß klingt nach Dur, klein klingt nach Moll“ ist daher keine sichere Regel. Eine große Sexte kann in einem Mollzusammenhang vorkommen, eine kleine Sexte in einem Durzusammenhang.

So kannst du üben:

  1. Spiele einen Ausgangston.
  2. Singe eine kleine oder große Sexte aufwärts.
  3. Spiele den Zielton zur Kontrolle.
  4. Wiederhole die Übung abwärts.
  5. Vergleiche den Klang erst danach mit einer bekannten Melodie.
Gut zu wissen

In der dorischen Tonleiter ist die Sexte über dem Grundton groß. In der natürlichen Molltonleiter ist sie klein. Diese große Sexte ist ein charakteristisches Merkmal des dorischen Modus.

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Frage 1 von 1SchwerDu hörst eine Sexte, die im musikalischen Zusammenhang nach Moll wirkt. Was folgt daraus sicher?
Lösung: Aus dem Klangeindruck allein lässt sich nicht entscheiden, ob die Sexte klein oder groß ist. — Bestimme eine Sexte durch Tonstufen und Halbtonzahl oder vergleiche sie kontrolliert. Der Gesamteindruck von Dur oder Moll reicht nicht aus.
Vertiefung: verminderte und übermäßige Sexten

Neben kleinen und großen Sexten gibt es seltenere Qualitäten:

QualitätHalbtonschritte
verminderte Sexte7
kleine Sexte8
große Sexte9
übermäßige Sexte10

Eine kleine Sexte wird durch weitere Verkleinerung um einen Halbton vermindert. Eine große Sexte wird durch Vergrößerung um einen Halbton übermäßig. Die Schreibweise muss weiterhin sechs Tonstufen erkennen lassen.

Beispiel

C–As ist eine kleine Sexte mit 8 Halbtonschritten. Wird der Zielton bei gleichbleibender Intervallzahl noch einmal erniedrigt, entsteht C–Asas: eine verminderte Sexte mit 7 Halbtonschritten.

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Frage 1 von 1MittelEine notierte Sexte umfasst 10 Halbtonschritte. Welche Qualität hat sie?
Lösung: Sie ist übermäßig. — Bei notierten Sexten gilt die Folge: vermindert 7, klein 8, groß 9 und übermäßig 10 Halbtonschritte.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Sexte
    • Erkennen: sechs Tonstufen zählen
    • Qualität: Halbtonschritte und Schreibweise prüfen
    • Kleine Sexte: 8 Halbtonschritte
    • Große Sexte: 9 Halbtonschritte
    • Kontrolle: zur Oktave ergänzen
    • Hören: Vergleichsmelodie und Kontext nutzen
    • Vertiefung: vermindert mit 7, übermäßig mit 10 Halbtonschritten
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWie viele Halbtonschritte hat eine kleine Sexte?
Lösung: 8 — Die kleine Sexte hat 8 Halbtonschritte; die große hat 9.
Frage 2 von 3MittelDu zählst vom Ausgangston bis zum Zielton sechs Tonstufen und misst 9 Halbtonschritte. Wie heißt das Intervall?
Lösung: große Sexte — Sechs Tonstufen ergeben die Intervallzahl 6; 9 Halbtonschritte bestimmen die Qualität als groß.
Frage 3 von 3SchwerJemand bezeichnet C–Gis wegen seiner 8 Halbtonschritte als kleine Sexte. Was ist der Fehler?
Lösung: C–Gis umfasst nach den Tonbuchstaben nur fünf Stufen und ist eine übermäßige Quinte. — Halbtonzahl und diatonische Schreibweise gehören zusammen. C–As ist eine kleine Sexte; C–Gis ist trotz gleicher klingender Tonhöhe eine übermäßige Quinte.

Du kannst eine Sexte sicher bestimmen, wenn du zuerst sechs Tonstufen nachweist und danach ihre Halbtonzahl prüfst. Mit dem Komplementärintervall kontrollierst du dein Ergebnis; beim Hören helfen Vergleichsmelodien, aber der musikalische Zusammenhang bleibt wichtig.

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